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Felix Schlebusch, Moderator, Facilitator und systemischer Coach aus dem Ruhrgebiet, Porträt

Felix Schlebusch | Moderator, Facilitator und systemischer Coach

Seit 25 Jahren stehe ich auf Bühnen, in Workshopräumen und führe Gespräche, auf die es ankommt. Für große Unternehmen wie Volkswagen, Daikin und den TÜV, auf Deutsch, Englisch und Französisch. Der Weg dahin war nicht geradlinig. Genau deshalb erzähle ich ihn.

Mit 18 habe ich zum ersten Mal moderiert, seitdem hat mich die Bühne nicht mehr losgelassen: Events, Messen, Galas, TV und Radio, aus dem Ruhrgebiet in die Welt. Was von außen leicht aussah, war lange Lehrzeit. Ich bin durch Castings gefallen, hatte Wortfindungsstörungen und musste nachsitzen, bis es saß. Sogar auf einer Stand-up-Bühne in New York habe ich mich ausprobiert. Die Anspannung vor dem Auftritt ist immer noch da. Sie ist mein Motor und ich weiß sie zu steuern. Sie ist auch zum Gegenstand meiner Coaching-Arbeit mit anderen geworden.

Aufgewachsen bin ich in Essen-Rüttenscheid, in einem Haus, in dem beide Eltern heilende Berufe hatten. Am Küchentisch ging es um Menschen und um die Frage, was ihnen wirklich fehlt. "Erkenne dich selbst" hing dort nicht als Spruch an der Wand, es war die Grundstimmung. Das Interesse am Menschen hinter dem Phänomen habe ich von dort, das Handwerk dazu kam viel später.

Über Bühne, Stille und die Frage, was bleibt, wenn der Applaus wegfällt.

2012 starb mein Vater. Kurz darauf bin ich losgezogen: erst nach Köln, dann zweieinhalb Jahre im Van, ohne festen Wohnsitz, mit der Frage, was von mir übrig bleibt, wenn Bühne und Applaus wegfallen. Die radikalste Antwort fand ich in Korea, in einem Zen-Kloster: 90 Tage Schweigen. Dort bekam ich den Namen Nam-Bong, "der zwischen Himmel und Erde wandelt", und später die Aufgabe, selbst als Lehrer Übende anzuleiten. Wichtiger als jeder Name war die Erfahrung dahinter: den eigenen Wert nicht mehr an der Bühne festzumachen.

Nach Stops auf der ganzen Welt habe ich mich 2018 in Berlin niedergelassen und die Sprache der agilen Arbeitswelt gelernt. Wenig später ging es zurück ins Ruhrgebiet, der Liebe wegen. Ich konnte schon immer gut mit Menschen. Für meine Professionalisierung brauchte es noch ein fachliches Fundament. 2020 erst die dreijährige Weiterbildung Systemische Beratung (DGSF-zertifiziert) und danach die dreijährige Ausbildung zum Systemischen Supervisor, Coach und Organisationsberater am ifs Essen. Davor schon: Magister in Kommunikationswissenschaft und Germanistik, Medientrainer der Landesanstalt für Medien NRW, Dialogprozessbegleiter (zertifiziert durch die Universität Leipzig). 

2024 wurde es dann auf andere Weise still. Über zwanzig Jahre lang war Arbeit immer über jemanden gekommen, der jemanden kannte. Das trug plötzlich nicht mehr. Also habe ich ausgebaut, was ich nie gebraucht hatte: eine Positionierung, eine Website, ein KI und SEO System, über das mich Menschen finden, die jemanden wie mich suchen. Die ersten, die es taten, saßen bei Volkswagen, beim TÜV NORD und in Taiwan und hatten nie zuvor von mir gehört. Die Westfalenpost hat diese Geschichte aufgeschrieben.

Heute lebe ich mit meiner Frau und unseren drei Kindern in Herdecke, an der Ruhr, zwischen Dortmund und dem Sauerland. Ich moderiere, wenn's drauf ankommt, begleite Teams durch Workshops und spreche mit Menschen in verantwortungsvollen Positionen. Heute brauche ich die Bühne nicht mehr, bespiele sie aber noch sehr gerne.

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Zeugnisse, Zertifikate und Mitgliedschaften

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Oder Sie schreiben an info@felixschlebusch.de oder rufen kurz durch: +49 163 2863165

Fragen & Antworten

Sie waren zweieinhalb Jahre im Van unterwegs?

Ende 2014 zog ich für zweieinhalb Jahre in einen Van. Ich gab meine Wohnung in Köln auf und verkaufte fast alles. Von außen sah mein Leben gut aus: wenig Arbeit, Fitness, Sauna, alles im Griff. Nur mit mir selbst war ich nicht im Reinen, und mich wirklich auf jemanden einzulassen, konnte ich mir nicht vorstellen. Mir fiel nichts Besseres ein, als meine Komfortzone radikal zu verkleinern. Also Van, keine Dusche, keine Toilette, kein Plan. Vanlife war damals noch kein Modethema, für mich war es Abenteuer und vor allem Suche. Zweieinhalb Jahre ohne festen Wohnsitz, in den Wintermonaten oft weit weg: Südafrika, Indonesien, Russland, Mittel- und Südamerika.

Was hat es mit den 90 Tagen Schweigen in Korea auf sich?

Neunzig Tage schwieg ich in einem Kloster in Korea. In meinem ersten Jahr im Van lernte ich in einem buddhistischen Kloster im Odenwald den damals noch wandernden Mönch und Dharma-Meister Hyon Gak Sunim kennen. Nach einem Wochenend-Zazen fragte ich ihn, wo ich einmal ein längeres Retreat machen könnte. So ging es für drei Monate in die koreanischen Berge, ins Kloster Musangsa. Jeden Tag von drei Uhr morgens bis neun Uhr abends, mit förmlichen Mahlzeiten und einem Ablauf, der ganz darauf angelegt war, das Engelchen und das Teufelchen auf den Schultern in ein friedliches Miteinander zu bringen. Das führte zu tiefer Reflexion, zu Momenten von Klarheit, zur Frage, ob ich Zen-Mönch werden sollte, und ganz am Ende, ehrlich gesagt, zu einem kurzen Fitnesswahn samt Fasten, um im Urlaub danach eine gute Figur zu machen.

Stand-up Comedy in New York, wie kam das?

Anfang 2019 stand ich in New York auf einer Comedybühne. Zusammen mit drei Moderatorenkollegen. Ein Autor von Saturday Night Live hatte uns gecoacht und mit uns ein eigenes Bühnenprogramm entwickelt. Nach fast zwanzig Jahren, in denen ich andere und deren Veranstaltungen moderiert hatte, wollte ich wissen, ob ich auch mit etwas ganz Eigenem bestehe. Kein Anlass, keine Speaker, nur wir und ein fremdes Publikum, das nicht gekommen war, um uns nett zu finden. Das ist der ehrlichste Härtetest, den die Bühne kennt. Es hat funktioniert.

Warum ausgerechnet zurück ins Ruhrgebiet?

In Wattenscheid geboren, lange in der weiten Welt zu Gast und hier zu Hause. Nach dem Van war Berlin meine erste feste Station, die erste Wohnung mit Bad und Toilette seit Jahren. Dort half ich einer Unternehmensberatung, Entrepreneurship, Design Thinking und die agile Welt unter einen Hut zu bringen, und fand dabei auch die Sprache für meine eigene Arbeit. Aber Berlin wurde mir zu groß. Zu viel Hinterherjagen, jeder eiferte dem nächsten Trend nach, eine Rastlosigkeit, die ich gut kannte und hinter mir lassen wollte. Ende 2018 zog ich nach einem halben Jahr Fernbeziehung zu ihr. Im Ruhrgebiet bin ich glücklich, und nach einem Leben, in dem mir das Bleiben schwerfiel, bin ich jetzt richtig angekommen.

Kommen Sie als Gast in Podcasts oder Interviews?

Gerne komme ich als Gast in Ihren Podcast oder stelle mich Ihrem Interview. Worüber ich spreche: das sich-neu-erfinden und die Brüche, die dahin führen, der Tod meines Vaters als einer dieser Signaturmomente, das Leben auf der Bühne und vor der Kamera, Zen und Meditation ohne spirituellen Überbau, der Umgang mit Druck, wenn von außen alles nach „im Griff" aussieht, und auch Familie und Partnerschaft. Aktuell ein Lieblingsthema: mein Umgang mit KI und warum es falsch ist, sich von einer KI persönlich beraten zu lassen.

Kann ich Sie als Redner oder Bühnengast buchen?

Als Redner erzähle ich meine Geschichte, nicht die Ihrer Firma. Wenn Sie für Ihre Veranstaltung jemanden suchen, der ein Publikum mitnimmt, bin ich der Richtige: vom Bühnenprofi über den Van und die neunzig Tage Schweigen bis zum systemischen Coach und Organisationsentwickler. Themen sind das sich-neu-erfinden, Auftritt und Angst, Präsenz statt bloßem Funktionieren, Zen im Berufsalltag. Zur Klarheit die Abgrenzung: Hier geht es um mich als Gast mit eigenem Beitrag. Suchen Sie jemanden, der Ihre Veranstaltung moderiert, ist das eine andere Seite.

Sind Sie offen für Presse- und Medienanfragen?

Für Interviews und O-Töne stehe ich Redaktionen zur Verfügung. Ich war selbst jahrelang Reporter und Moderator im Radio und Fernsehen und weiß, wie Redaktionen arbeiten und wie schnell es manchmal gehen muss. Themen, zu denen ich etwas zu sagen habe: die Wiedererfindung nach einem Bruch, Auftritt und Lampenfieber, Zen und Meditation bodenständig erklärt, das Ruhrgebiet als Heimat und Standort, und der praktische Umgang mit KI im Arbeitsalltag. Pressefotos und eine Kurzbio stelle ich auf Anfrage bereit.

Woher weiß ich, ob wir zusammenpassen?

Ein kostenloses Telefonat klärt, ob wir zusammen denken können. Vorher wissen Sie es nicht, und das ist normal. Wir sprechen über Ihre Situation, und Sie merken dabei, ob Sie mit mir arbeiten wollen. Einen ersten Eindruck bekommen Sie im Video.

Welche Ausbildung haben Sie?

Zwei dreijährige systemische Weiterbildungen, DGSF-zertifiziert. Systemischer Berater, danach Systemischer Supervisor, Coach und Organisationsberater, beides berufsbegleitend am ifs Essen. Davor Magister-Studium Kommunikationswissenschaft, dazu die Ausbildung zum zertifizierten Dialogprozessbegleiter. Und über zwanzig Jahre Arbeit mit Organisationen jeder Größe, vom Konzern bis zum kleinen Betrieb.

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