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Felix Schlebusch in einer Führungsrunde, Leitbildentwicklung und Organisationsentwicklung

Leitbild mit acht Geschäftsführern: Organisationsentwicklung bei J2C 

 

Einstieg

Softwareentwickler, Studierende, ein internationaler Professor und acht Geschäftsführer: Bei J2C arbeiteten alle an derselben Sache und beschrieben sie in verschiedenen Sprachen. Meine Aufgabe war, eine zu finden, in der sich alle wiedererkennen.

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Auf einen Blick

Felix Schlebusch, systemischer Organisationsberater und Dialogprozessbegleiter aus Herdecke im Ruhrgebiet, erarbeitete 2018 in Berlin über rund sechs Monate mit Journey 2 Creation (J2C), einer Ausgründung aus dem Hasso-Plattner-Institut, das Leitbild der Entrepreneurial Organisation. Grundlage waren Gespräche mit allen acht Geschäftsführern, die enge Zusammenarbeit mit der Verantwortlichen für Inhalte und die Mitarbeit im Alltag der Beratung. Am Ende stand ein Dokument von rund hundert Seiten, das Jahre später noch im Onboarding, in Präsentationen und im Marketing genutzt wurde.

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Wie ein Auftrag in Berlin beginnt

Der Auftrag bei J2C kam 2018 über einen alten Bekannten aus meiner Heimatstadt Essen zustande, kurz nach meiner Zeit im Van. Für rund sechs Monate wurde J2C meine neue berufliche Heimat: als fester freier Mitarbeiter, am Anfang mindestens dreimal die Woche im Büro. So fest und so am Stück war ich selten in eine Organisation eingebunden.

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J2C saß in Neukölln, eine junge Beratung mit dem Anspruch, Unternehmen unternehmerischer zu machen. Die ersten Gespräche führte ich mit einem der Geschäftsführer, oft im Gehen. Danach mit allen anderen, acht waren es insgesamt.

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Design Thinking, agile Frameworks, Entrepreneurship: wo die gemeinsame Sprache fehlte

Bei J2C trafen drei Arbeitsweisen aufeinander: Design Thinking, agile Frameworks und Entrepreneurship. Jede hatte ihre Begriffe, ihre Vorbilder und ihre eigene Vorstellung davon, was gute Beratung ist.

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Dazu kamen sehr verschiedene Menschen. Softwareentwickler, die in Sprints denken. Studierende, die etwas Eigenes geründet hatten. Ein Professor mit internationalem Blick. In Summe acht Geschäftsführer, die alle recht hatten, nur nicht mit denselben Worten. Die Positionen waren kontrovers, und das war gut so. Ein Leitbild, das Widerspruch glattbügelt, liest am Ende niemand.

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Leitbildentwicklung von innen: mitarbeiten, um schreiben zu können

Ein Leitbild für J2C ließ sich nicht aus Interviews allein schreiben. Deshalb habe ich überall mitgemacht: bei Beratungsmandaten für Kunden, in Führungskräfteentwicklungsprogrammen, bei internen Veranstaltungen. Ich wollte über das schreiben können, woran die Leute arbeiten, nicht nur über das, was sie darüber sagen.

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Dazu kamen Fälle, Fachvorträge, Pitch-Decks und Fachliteratur, und die enge Zusammenarbeit mit der Verantwortlichen für Inhalte. Zwischen den Positionen habe ich vermittelt, nicht entschieden. Entscheiden mussten die, die das Leitbild später vertreten.

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Hundert Seiten Leitbild: was am Ende stand

Am Ende der Arbeit bei J2C stand ein Dokument von rund hundert Seiten: das Leitbild der Entrepreneurial Organisation, mit Fallbeschreibungen aus der eigenen Praxis.

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Heute würde eine KI einen ersten Entwurf an einem Nachmittag liefern. Die Gespräche, aus denen er entstand, hätte sie nicht geführt, und ohne diese Gespräche hätte niemand das Ergebnis als seins erkannt. Damals hatte ich die Zeit, alles in der Tiefe zu erörtern. Das war kein Umweg, sondern die Arbeit.

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Kundenstimme

„Felix hat schnell unseren Pulsschlag aufgenommen und sich akribisch mit unseren Handlungsfeldern vertraut gemacht. Mit den relevanten Stakeholdern hat er unser Leitbild geschärft und zwischen kontroversen Positionen vermittelt. Bis heute lebt der Geist seiner Arbeit in Präsentationen, Marketing und Onboarding weiter."

Manjot Bhatia, Journey 2 Creation

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Warum das Organisationsentwicklung war

Die Arbeit bei J2C war Organisationsentwicklung, weil das Ergebnis nicht das Dokument war, sondern die Verständigung dahinter. Hundert Seiten liest niemand gern. Aber wer bei den Gesprächen dabei war, erkennt darin seine eigenen Sätze, und das macht aus einem Text ein Leitbild. Es wurde Jahre später noch im Onboarding und in Präsentationen genutzt, lange nachdem ich gegangen war.

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Ich wäre damals gern tiefer eingestiegen. Ein Leitbild beschreibt, wie ein Unternehmen arbeiten will. Ob es danach arbeitet, zeigt sich im Alltag, und dafür braucht es Stille und Reflexion, die man einplanen muss, weil sie sich im Wachstum nie von selbst ergeben. Das biete ich heute in der Organisationsentwicklung von Anfang an mit an.

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