
Medientraining für Fachleute: die Videoformate des ISM
Einstieg
Wer Seminare gibt, sieht sein Publikum. Er sieht, wer nickt, wer abschaltet, wann eine Pause nötig ist. 2020 war dieses Publikum weg, und vor den Fachleuten des ISM stand eine Linse, die nichts davon zurückgibt.
Auf einen Blick
Felix Schlebusch, Moderator und systemischer Coach aus Herdecke im Ruhrgebiet, entwickelte ab 2020 mit dem Institut für Stressmedizin Rhein-Ruhr neue Videoformate, als Präsenzseminare in der Pandemie ausfielen: ein Split-Screen-Format, das der Stern teilte, die Adventsserie BEST-Christmas mit sechzehn Kurzvideos rund um die BEST-Formel und einen Imagefilm mit den Fachleuten des Hauses. Vor jeder Folge bereitete er die Expertinnen und Experten auf die Kamera vor. Aus diesen Formaten entstand später „Die Sprechstunde" der Knappschaft.
Videoformate aus der Not: wie das Split-Screen-Format entstand
Das Split-Screen-Format des ISM entstand, weil etwas Neues schnell stehen musste. Als die Präsenzseminare ausfielen, brauchte das Institut einen anderen Weg zu seinem Publikum. Die Lösung war denkbar einfach: ein Gespräch im Teams-Call, aufgezeichnet und danach auf YouTube veröffentlicht. Kein Studio, kein Licht, keine Crew.
Für die Fachleute war genau das der Vorteil. Sie sprachen nicht in eine Linse, sondern mit mir. Ich hörte zu, fragte nach und hielt das Gespräch, damit sie sich ganz auf ihre Antwort konzentrieren konnten. Ein Gespräch hält jemanden, der sonst vor einer Gruppe steht, viel eher bei sich als ein Monolog in die Kamera.
Eine Split-Screen-Folge des ISM zum Thema Embodiment mit Embodiment-Expertin Anette Frey.
Das Format verbreitete sich über die eigenen Kanäle hinaus: In der Pandemie teilte der Stern einen Ausschnitt aus einer dieser Folgen. Wie es zu dieser Umstellung im Institut kam, steht im Bericht über die Organisationsentwicklung beim ISM.
Briefing vor jeder Folge: wie Fachleute vor der Kamera sie selbst bleiben
Vor jeder Split-Screen-Folge habe ich die Fachleute des ISM einzeln gebrieft. Nicht zur Technik, sondern zu drei Dingen: Was soll hängen bleiben, wie lautet der erste Satz, und zu wem spreche ich eigentlich, wenn niemand im Raum sitzt.
Der erste Satz war dabei oft der schwerste. Die Inhalte habe ich mitentwickelt, bis jede Folge einen Einstieg hatte, der hält: den Satz, wegen dem jemand nicht weiterscrollt. Fachleute beginnen gern mit der Definition. Die Kamera belohnt, wer mit der Frage beginnt, die sich der Zuschauer gerade selbst stellt.
BEST-Christmas und Imagefilm: wenn die Produktion aufwendiger wird
Die Adventsserie BEST-Christmas war im Dezember 2020 das größte Format des ISM. Wir entwickelten dafür die BEST-Formel: Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung, Tiefschlaf. Jeder Buchstabe bekam eine Adventswoche, jede Woche eine Fachperson des Instituts und vier kurze Folgen, produziert mit deutlich mehr Aufwand als die Gespräche im Split Screen. Sechzehn Folgen heißt auch: sechzehn Mal ein erster Satz, der halten muss. Später kam ein Imagefilm über die Stressmedizinische Ambulanz des Instituts dazu, für den ich die verschiedenen Fachleute vor der Kamera fit gemacht habe.
Mehr Aufwand heißt vor der Kamera nicht mehr Sicherheit. Je größer das Set, desto wichtiger wird, dass die Person davor nicht spielt, sondern da ist.
Eine Folge aus der Adventsserie BEST-Christmas, Dezember 2020.
Der Imagefilm über die Stressmedizinische Ambulanz des ISM. Vor der Kamera die Fachleute des Instituts, die Vorbereitung lag bei mir.
Kundenstimme
„Insbesondere die Produktion von Videos, bei denen unsere Mitarbeitenden als Experten auftreten, war ein besonderer Erfolg. Dabei war es für unser Team motivierend, Teil dieses Projekts zu sein und die eigene Expertise teilen zu können."
Dr. med. Matthias Weniger, Institut für Stressmedizin Rhein-Ruhr
Warum das Präsentationscoaching war
Die Videos des ISM waren Präsentationscoaching, auch wenn am Ende jedes Mal ein Film stand. Der Film ist das, was man sieht. Die Arbeit lag davor: im Briefing, im ersten Satz, in der Frage, zu wem jemand spricht, wenn niemand zurückschaut.
Das ist dieselbe Arbeit wie vor einer Keynote oder einem Pitch, nur ohne Saal. Die Kamera zeigt gnadenloser als jedes Publikum, ob jemand abspult oder da ist. Deshalb ist Präsentationscoaching vor der Kamera kein Sonderfall, sondern die strengste Form davon.
Die Formate wuchsen so weit, dass sie das Institut verließen: Daraus wurde „Die Sprechstunde" der Knappschaft, mit neuen Fachleuten und einer neuen Rolle für mich.
Was diese Seite belegen kann: Ein Institut hat in der Pandemie aus dem Stand eigene Videoformate aufgebaut, mit den eigenen Fachleuten vor der Kamera, und jede Folge begann mit einem Briefing.
Steht bei Ihnen ein Auftritt vor der Kamera an, schreiben Sie mir.
Präsentationscoaching anfragen
Erzählen Sie mir kurz, worum es geht. Ich melde mich zügig für ein erstes Gespräch.
Oder Sie schreiben an info@felixschlebusch.de oder rufen kurz durch: +49 163 2863165
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