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Business-Coaching gesucht? Eine ehrliche Sortierung.

  • Autorenbild: Felix Schlebusch
    Felix Schlebusch
  • 23. Juli
  • 4 Min. Lesezeit
Hand wählt Bildkarte mit fünf Türen: Business-Coaching, Führungskräfte-Coaching oder Unternehmer-Coaching, eine Sortierung

Vielleicht sind Sie über genau dieses Wort hier gelandet: Business-Coaching. Es gehört zu den meistgesuchten Begriffen im Beratungsmarkt, und gleichzeitig kann kaum jemand sagen, was er eigentlich bedeutet. Das ist kein Zufall. Der Begriff ist nicht geschützt, nicht definiert und an keine Ausbildung gebunden. Jeder darf sich morgen Business-Coach nennen, ich auch. Ich tue es nicht, und warum, das sortiere ich in diesem Artikel. Damit Sie am Ende wissen, wonach Sie eigentlich suchen.


Was Business-Coaching verspricht


Fair betrachtet meint der Markt damit meistens: Coaching für Menschen im Arbeitskontext. Bessere Entscheidungen, bessere Führung, bessere Performance. Das ist ein legitimes Anliegen, und viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten darunter seriös.


Was mich am Begriff stört, ist nicht das Wort Business. Es ist die stille Annahme, die er transportiert: dass Job, Karriere und Unternehmen als Fixpunkte feststehen und nur das Drumherum optimiert wird. Souveräner auftreten, effizienter führen, besser performen, alles innerhalb der bestehenden Konstellation. Nur ist die bestehende Konstellation nicht selten das eigentliche Thema. Ein Coaching, das die großen Fragen von vornherein ausklammert, verkürzt den Prozess um seine womöglich wichtigste Option.


Dazu kommt: Business beschreibt kein Können. Was eine gute Beraterin oder einen guten Berater ausmacht, ist die Kompetenz, Veränderungsprozesse zu begleiten. Die lernt man nicht an einem Wochenende, und sie wird nicht dadurch größer, dass man ihr ein Marktsegment voranstellt. Ein Arzt wird ja auch kein besserer Arzt, wenn er sich Business-Arzt nennt und einen Maßanzug anzieht.


Ein Fokus, zwei Formate


Meine Arbeit hat einen Fokus, und der ist kein Marktsegment: Mich interessieren Menschen, die im beruflichen Kontext Verantwortung für Menschen tragen. Führungskräfte, Inhaberinnen und Inhaber, Geschäftsführer, Vorstände. An dieser Schnittstelle, wo die eigenen Entscheidungen das Arbeitsleben anderer prägen, entstehen die Fragen, für die ich gut bin. Daraus ergeben sich zwei Formate:


Sie sind angestellte Führungskraft


Dann heißt Ihr Format Führungskräfte-Coaching, manche sagen auch Executive Coaching. Es ist Einzelarbeit an Ihrer Rolle: an Entscheidungen, an Konflikten, an der eigenen Führung, unter vier Augen und off record. Die Rolle steht dabei nicht als Fixpunkt fest; sie wird immer wieder neu ausgehandelt, mit dem Team, mit dem Vorgesetzten, mit Ihnen selbst, und genau daran arbeiten wir. Typisch ist der Dreieckskontrakt: Ihr Unternehmen beauftragt und zahlt, die Inhalte bleiben trotzdem zwischen uns. Womit Führungskräfte konkret zu mir kommen, steht auf meiner Seite zum Führungskräfte-Coaching.


Führungskräfte-Coaching im Einzelgespräch mit Felix Schlebusch, Ruhrgebiet

Sie führen Ihr eigenes Unternehmen


Dann sind Sie im Unternehmer-Coaching richtig, und das ist ein anderes Gespräch. Wo das Unternehmen das Leben ist, lassen sich privat und geschäftlich nicht sauber trennen, und genau so arbeiten wir auch: Nachfolge, Familie, Vermögen und die eigene Zukunft gehören mit auf den Tisch, bis hin zu Übergabe, Verkauf oder Ausstieg. Also genau die Fragen, die das Business-Framing stillschweigend ausschließt. Im Sparring denken Sie laut, ich gehe mit oder halte dagegen, und die Entscheidung bleibt Ihre. Wie das abläuft, steht auf meiner Seite zum Unternehmer-Coaching.


Unternehmer-Coaching: Sparring am Tisch mit Felix Schlebusch


Der eigentliche Unterschied: der Möglichkeitsraum


Wenn ich Sie dazu einladen darf aus diesem Artikel einen einzigen Gedanken mitzunehmen, dann diesen: Der Unterschied zwischen den Formaten liegt nicht im Etikett, sondern im Möglichkeitsraum. Die entscheidende Frage an jedes Coaching lautet: Was darf hier alles Ergebnis sein? Nur die bessere Version des Bestehenden? Oder auch die Rollenveränderung, der Richtungswechsel, im Zweifel der Ausstieg? Ein Prozess, in dem die unbequemste Option von Anfang an fehlt, ist kein offener Prozess. Er ist eine Optimierungsschleife.


Zwei Menschen auf einem offenen Waldweg: der Möglichkeitsraum im Coaching statt Optimierungsschleife

Woran Sie Substanz erkennen: fünf Fragen


Der Markt macht Ihnen die Prüfung nicht leicht. Sichtbarkeit ist heute vor allem eine Funktion von Suchmaschinenoptimierung und Werbebudget, nicht von Ausbildungstiefe, und was online dominant ist, übernehmen inzwischen auch KI-Systeme als vermeintliche Referenz. Selbst ein Verbandslogo prüft wenig, wenn die Mitgliedschaft kaum mehr verlangt als einen Jahresbeitrag. Substanzielle Fachverbände wie die DGSF, die Systemische Gesellschaft oder die DGSv stehen für mehrjährige Weiterbildungen mit Lehrsupervision, Selbsterfahrung und Ethikrichtlinien; anderswo genügt eine Überweisung. Von außen sehen die Siegel zum Verwechseln ähnlich aus.


Weil der Begriff nichts prüft, müssen Sie es tun. Diese fünf Fragen dauern zwei Minuten und sagen mehr als jede Website:


  1. Wie lang war Ihre Ausbildung, und bei wem? Mehrjährig und verbandszertifiziert oder ein Wochenendkurs?

  2. Hatten Sie Lehrsupervision, also supervidierte eigene Beratungspraxis während der Ausbildung?

  3. Nehmen Sie selbst laufend Supervision für Ihre Arbeit in Anspruch?

  4. An welche Ethikrichtlinie sind Sie gebunden, und wo könnte ich mich beschweren?

  5. Und die Frage, die den Möglichkeitsraum testet: Dürfte in unserem Coaching auch herauskommen, dass ich gehen sollte?


Wer auf diese Fragen klare Antworten hat, muss den Begriff Business-Coaching nicht fürchten. Wer ausweicht, hat Ihnen schon geantwortet.


Und jetzt?


Wenn Sie Verantwortung für Menschen tragen und sich in einem der beiden Formate wiedergefunden haben, wissen Sie jetzt, wie es heißt und wo Sie mehr darüber lesen können. Und wenn Sie unsicher sind, welches Format zu Ihnen passt: Sagen Sie mir, worum es geht, dann sage ich Ihnen, was passen könnte. Auch dann, wenn die ehrliche Antwort lautet, dass jemand anderes besser passt. Das Erstgespräch kostet nichts.


Als systemischer Coach, Supervisor und Moderator begleite ich Menschen und Organisationen, wenn es drauf ankommt. Mehr über meinen Weg in der Vita.

Schreiben Sie mir einfach an info@felixschlebusch.de oder rufen kurz durch:

+49 163 2863165

 
 
 

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