
Einzelsupervision für fünf Führungskräfte: das Mandat bei Innolume
Innolume ist ein Technologieunternehmen im Ruhrgebiet. Im Mai 2023 kam die Anfrage: Führungskräfte sollten in ihrer Rolle gestärkt werden. Kein Konflikt, keine Krise, keine Umstrukturierung. Es ging darum, Menschen mit Verantwortung einen Ort zu geben, an dem sie über ihre Arbeit nachdenken können, bevor sie es müssen.
Das ist ungewöhnlich. Die meisten Organisationen rufen an, wenn etwas brennt.
Wie das Mandat aufgebaut ist
Der Rahmen ist gemeinsam, die Arbeit ist einzeln.
Den Anfang machte ein Gespräch mit Geschäftsführung und Personalleitung, danach ein gemeinsames Kennenlernen mit allen fünf Führungskräften in einem Raum. Erst dann folgten die Erstgespräche, einzeln.
Jede der fünf Personen arbeitete anschließend in einem eigenen Prozess über sechs Einheiten. Zum Abschluss des ersten Zyklus kamen wieder alle zusammen.
Diese Anlage ist Absicht. Der gemeinsame Auftakt macht das Format für alle greifbar und nimmt ihm die Aura des Besonderen. Die Einzelarbeit schützt, was geschützt gehören muss. Und der gemeinsame Abschluss sorgt dafür, dass fünf getrennte Prozesse trotzdem etwas mit dem Haus zu tun haben.
Was die Leitung erfahren hat
Dass gearbeitet wird, und in groben Zügen woran. Nie konkret.
Zwischen den Einheiten gab es kurze Rückmeldungen: dass der Prozess läuft, dass Termine stattfinden, in welchem Themenfeld sich die Arbeit ungefähr bewegt.
Der Unterschied zwischen Thema und Inhalt ist dabei alles. Ein Auftraggeber darf wissen, dass sein Geld in etwas Sinnvolles fließt. Er darf nicht wissen, was jemand über ihn denkt.
Das ist keine Förmlichkeit. Eine Führungskraft, die damit rechnen muss, dass ihr eigentliches Thema als Zusammenfassung im Haus landet, bringt es gar nicht erst mit. Dann sitzt man sechs Einheiten lang bei etwas, das ohnehin besprechbar gewesen wäre.
Der zweite Zyklus
Nach dem ersten Zyklus war Pause. Der Auftrag war erfüllt, die Einheiten abgearbeitet, es hätte hier enden können.
Ende 2025 ging es weiter, mit Führungskräften aus dem ursprünglichen Mandat, fünf bis sechs Einheiten im Jahr.
Das ist der eigentliche Punkt dieses Fallberichts. Ein Unternehmen, das nach einer Unterbrechung zurückkommt, hatte zwischendurch die Wahl. Genau darin unterscheidet sich ein Rhythmus, den jemand will, von einem Vertrag, der weiterläuft.
Der Wechsel hat auch einen Namen, auch wenn ihn im Alltag niemand benutzt: Was als Coaching beginnt, weil etwas ansteht, ist längst Supervision, sobald das Akute vorbei ist und der Termin bleibt.
Woran wir arbeiten
An dem, was gerade da ist. Entscheidungen, die anstehen. Reibung, die noch klein ist. Die Frage, ob die eigene Rolle noch passt, wenn das Unternehmen wächst und die Aufgabe eine andere ist als vor zwei Jahren.
Es gibt keine Durchbrüche zu berichten. Es gibt Termine, die stattfinden, und in denen Sätze fallen, die in einer Krisensitzung niemand sagen würde. Weil dort alle mit dem Überleben beschäftigt sind.
Was das Unternehmen dazu sagt
„Our company made very good experience with Felix's support to get our younger departmental heads acquainted with coaching for self-development opportunities. Felix is a quite sensitive person who understands to connect with people very well and is therefore able to guide each individually through his own process."
Sven Rüger, Head of Operations, Innolume
Diese Rückmeldung stammt aus dem ersten Zyklus, als das Format noch Coaching hieß.
Und wie eine Zusammenarbeit endet
Nicht jeder Prozess läuft weiter, und das ist richtig so.
Wenn sich eine Rolle verändert, verändert sich manchmal auch, was an Begleitung sinnvoll ist. Dann kann der passende nächste Schritt heißen: jemand anderes. Ich halte es für einen Teil meiner Aufgabe, das anzusprechen, bevor der Kunde es merkt.
Was daran übertragbar ist
Dass es ohne Anlass geht. Und dass es dann besser geht.
Wer Supervision erst bestellt, wenn ein Konflikt sich manifestiert hat, kauft Krisenintervention und nennt sie Supervision. Wer sie einrichtet, solange nichts drückt, bekommt einen Raum, der schon da ist, wenn er gebraucht wird.
Ein Ergebnis verspreche ich damit nicht. Einen Rhythmus schon.
Referenzen Führungskräfte-Coaching
Stressmanagement & Führungskräfteentwicklung in der Chemiebranche | Evonik Case Study
Führungskräfte-Coaching für Vertriebsteams | Daikin Klimatechnik Case Study
Führungskräfte-Coaching in der Logistikbranche | Captrain Case Study
Digitales Präsentationscoaching | Huawei Telekommunikation Case Study
Vertriebsentwicklung in der Digitalwirtschaft | Railslove Case Study
Coaching für Unternehmensberater | CPC Consulting Case Study
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