Fast hätte ich diese Geschichte weggeräumt: Wie aus Beratung Sichtbarkeit wird
- Felix Schlebusch

- 25. Juni
- 4 Min. Lesezeit

Vor Kurzem habe ich meine Content-Seite von der Website genommen. In der Euphorie, alles für KI und Suchmaschinen zu optimieren, habe ich die Seite auf meine drei Felder zugespitzt, Moderation, Workshop und Facilitation, Coaching und Supervision, und der Content-Bereich flog mit raus. Geblieben sind ein paar Fallstudien, die ich nicht einfach im Äther verlieren wollte. Also habe ich nach einer Storyline gesucht, um sie sinnvoll unterzubringen.
Beim Suchen kam die Erkenntnis: Content als eigenen Bereich hat es bei mir nie gegeben. Das ist immer von Höxken auf Stöxken dazugekommen. Unter jedem dieser Mandate lag eine Beziehung, die am Anfang weniger mit einem Auftrag zu tun hatte als mit Sympathie.
Mit Matthias vom Institut für Stressmedizin fing es mit einer gemeinsamen Trainer-Ausbildung an, dann kamen lange Waldspaziergänge mit tiefen Gesprächen dazu. Mit Jan von Railslove waren es Besuche im Stadion und ein gemeinsames Fußballprojekt für Fortuna Köln. Bei Journey 2 Creation ein Freund, der dort arbeitete und intensive Gespräche über Spiritualität und Business. Zum Auftrag kam es erst im Anschluß, manchmal sogar viel später, und im Kern ging es fast immer um Organisationsberatung. Der Content war das, was daraus nach außen sichtbar wurde.
Wie werde ich mit meiner Expertise und meinem Unternehmen öffentlich sichtbar?
Sichtbarkeit entsteht selten durch lautes Marketing. Bei meinen Projekten ist sie fast immer aus echter Beratungsarbeit gewachsen.
Bei Matthias wurde aus der ersten Zusammenarbeit beim Institut für Stressmedizin echte Organisationsbegleitung. Ich habe ihn als Geschäftsführer und sein Team durch Umstrukturierungen geführt, durch schwierige Entscheidungen und die Frage, wie eine Kommunikationskultur trägt.
„Felix Schlebusch ist Gold wert! Er hat meine Mitarbeiter und mich als Geschäftsführer durch schwierige Umstrukturierungsprozesse begleitet. Mit seiner systematischen und innovativen Herangehensweise konnten wir Entscheidungen verbessern und unsere Kommunikationskultur stärken. Ich kann Felix jedem empfehlen, der nachhaltigen Erfolg anstrebt." Dr. med. Matthias Weniger, Geschäftsführer, Institut für Stressmedizin
Erst während Corona kam eine intensive Content-Phase dazu. Wir haben Videos mit den eigenen Mitarbeitenden als Expertinnen und Experten gedreht, und einen Split-Screen-Ausschnitt zur Resilienz hat sogar der Stern geteilt. Den ganzen Beitrag gibt es auf YouTube.

Wie bereite ich meine Fachleute darauf vor, besser zu präsentieren?
Mit einer Vorbereitung, die an ihrer echten Kompetenz ansetzt: die passenden Antworten finden, den roten Faden behalten und vor der Kamera ruhig bleiben, wenn es drauf ankommt.
Genau das war meine Aufgabe, als das Format zur Knappschaft wanderte und daraus „Die Sprechstunde" wurde, das eine Projekt, das wirklich reine Content-Produktion war. Ich landete auf der Payroll der Knappschaft, das Institut blieb als Experte an Bord.

Wir haben die Themen entlang der Content-Strategie entwickelt, die Fachexperten ausgewählt und mit ihnen vor der Kamera gearbeitet, viele standen zum ersten Mal davor. Dann Produktion, Regie, Coaching am Set, Schnitt. Vor der Kamera brauchte es mich mit der Zeit nicht mehr, also bin ich in den Hintergrund gegangen. Über zwanzig Folgen sind so entstanden.
„Felix Schlebusch zeigt uns, wie wir Stress und Resilienz verständlich und ansprechend aufbereiten können. Mit seiner Unterstützung entstanden hochwertige Videos und Blogartikel, die nicht nur informativ sind, sondern auch über Google & Co. gefunden werden." Doreen Schlesing, Marketing, Knappschaft-Bahn-See
Wie bringen wir verschiedene relevante Sichtweisen unter einen Hut?
Indem man zuerst zuhört, die Positionen ordnet und daraus geduldig eine gemeinsame Sprache verdichtet.
Bei Journey 2 Creation war genau das die Aufgabe. Eine Ausgründung aus dem Hasso-Plattner-Institut, viele Geschäftsführer, verschiedene Schulen unter einer Flagge, von agilen Methoden bis Entrepreneurship, alle mit demselben Kern, aber ohne gemeinsame Sprache. Klassisches Beratungshandwerk: Research, Verdichtung, Interviews, Vermitteln zwischen kontroversen Positionen. Während es bei der Knappschaft um echte Medienproduktion ging, ging es hier um die Identität des Unternehmens, die am Ende in einem Dokument stand, das Jahre später noch für Onboarding und strategische Entscheidungen genutzt wurde.
„Felix hat schnell unseren Pulsschlag aufgenommen und sich akribisch mit unseren Handlungsfeldern vertraut gemacht. Mit den relevanten Stakeholdern hat er unser Leitbild geschärft und zwischen kontroversen Positionen vermittelt. Bis heute lebt der Geist seiner Arbeit in Präsentationen, Marketing und Onboarding weiter." — Manjot Bhatia, Geschäftsführer, Journey 2 Creation
Macht es Sinn, einen Dienstleister auch für ein Nebenthema zu engagieren?
Ja, wenn das Vertrauen schon da ist und er das Unternehmen wirklich versteht. Dann muss niemand bei null anfangen.
Bei Railslove habe ich zuerst mit Jan und Tim die Vision des Unternehmens geschärft, Prioritäten gesetzt und unterschiedliche Stimmen aus dem Team zusammengebracht, dazu quartalsweise Follow-ups für die Vogelperspektive. Als Corona neue Herausforderungen brachte, lag es nahe, dass wir auch die Marketing-Umsetzung der App Recover zusammen angegangen sind.

„Gemeinsam mit Felix haben wir die neue Vision für unser Unternehmen entwickelt und Prioritäten gesetzt. Er hat uns geholfen, unterschiedliche Meinungen aus dem Team wertschätzend zu integrieren. Seine quartalsweisen Follow-up-Einheiten helfen uns, die Vogelperspektive einzunehmen und Meilensteine im Blick zu behalten." — Jan Kus und Tim Schneider, Geschäftsführer, Railslove
Organisationsentwicklung, Coaching und Supervision: Begleitung, wenn es drauf ankommt
Und genau diese Arbeit ist heute mein Geschäft, ohne den Umweg über die Kamera. Ich begleite Geschäftsführungen und Führungsteams durch dieselben Situationen, aus denen diese Projekte entstanden sind: Umstrukturierungen, neue Ausrichtungen, den Moment, in dem jemand die Vogelperspektive braucht. Das heißt heute Organisationsentwicklung, Führungskräfte-Coaching, Unternehmer-Coaching und Supervision, und wenn es vor Publikum drauf ankommt, Präsentations-Coaching.
So haben die Fallstudien doch noch ihren Platz gefunden. Wenn bei dir gerade so eine Situation ansteht, eine Umstrukturierung, eine Richtungsentscheidung, ein Team, das wieder zueinanderfinden muss, dann lass uns reden.
Als systemischer Coach, Supervisor und Moderator begleite ich Menschen und Organisationen, wenn es drauf ankommt. Mehr über meinen Weg in der Vita.
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